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Gedanken zu meiner Arbeitsweise und die »What is Graphic Design Poster Competition«

scribble thumbnailVeerle Pieters lädt zu einem Poster-Wettbewerb. Thema des Wettbewerbs ist das allseits beliebte Thema »graphic design«.

Begleitend dazu gibt es einen Flickr-Pool, als sowie eine kurze Anleitung zum mitmachen.

In der vorherigen Diskussion zum Thema fiel mir auf, dass Grafikdesign für die meisten bedeutet, Inhalte und Informationen zu kommunizieren. Yupp, das sehe ich auch so (-;

Gleichzeitig kam mir aber auch ein wenig das Gefühl, Grafikdesign ist für die meisten gleichbedeutend mit dem Sitzen hinter einem Bildschirm. Diese Aussage ist zwar nicht unbedingt direkt in den Kommentaren zu lesen, aber ich denke ein Gros der “Szene” sieht das so.

Klar, auch ich arbeite viel digital, meist erstelle ich Fotos mit einer digitalen Kamera, lege Layouts in Photoshop oder Illustrator an, setzte Texte in Indesign oder kommuniziere per Skype und Twitter. Dies ist auch gut so, doch Grafik, bzw. Kommunikationsdesign bedeutet doch mehr als die Fähigkeit ein paar Programme zu bedienen, oder?

Noch vor einigen wenigen Jahren sah das ganze Spiel schließlich anders aus, da wurde noch analog gedacht. Ich meine damit nicht, dass wir unsere Rechenknechte aus dem Fenster schmeißen sollen, oder zwingend eine Plattenkamera auf ein Rockkonzert schleifen! Dennoch, für mich entsteht eine Idee bzw. ein Konzept im Kopf, wandert ziemlich schnell in ein Notizbuch oder auf einen Zettel und nicht direkt in irgendein Bildbearbeitungsprogramm.

scribble

In den letzen zwei Jahren ist mir »Paper Prototyping« immer mehr ans Herz gewachsen. Diese »Technik«, ist durch den inspirierenden Artikel bei ALA in letzter Zeit in aller Munde gewesen. Mit Recht, wie ich finde.

Nachdem ich Webseiten oder ähnliches zusammengekritzelt und erste Ideen zu Papier gebracht habe, einzelne Seitenelemente und Ideen in Form kleiner Zettel und Pappen durch die Gegend geschoben und wieder verworfen habe, fing ich in letzter Zeit auch damit an Entwürfe auszudrucken. Diese hänge ich mir immer öfter sogar an die Wand, um die »Seite« auf mich wirken zu lassen. Dies hatte ich in der Vergangenheit nur im Printbereich gemacht. Bei meinem aktuellen Hauptprojekt für mein Studium ertappte ich mich gar dabei, wie ich mir einen »Browser« aus Papier bastelte, um auf den Ausdrucken »scrollen« zu können.

paper browser

Dieses ganze Gezeichne, Geschnippel, Rumgerücke und Gebastle mag erstmal zeitraubend und unnötig erscheinen, kann aber sicher dabei helfen, flexiblere Lösungen zu finden und mal was anderes auszutesten. In jedem Falle stärkt es die Struktur des Projektes und man verfällt nicht so schnell in gewohnte, altbewährte, gleichzeitig vielleicht aber auch weniger kurzweilige Layoutvarianten.

Dem einen oder anderen mag es vielleicht auch gar nichts nützen auf Papier zu arbeiten, denn ein Allheilmittel für einen Arbeitsprozess kann und soll es ja auch gar nicht geben. Auf alle Fälle wissen nun alle warum ich manchmal farbverschmierte Finger und zu viel Altpapier habe. (-;

Ach ja, zu guter Letzt hier noch mein Beitrag zum Contest von Veerle :

poster by keasone

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3 Kommentare | Kommentar schreiben »

  1. Eric Eggert said,

    Februar 7, 2008 @ 18:49

    Sehr fein das alles, Text und Bild.

    Ich versuche auch so viel wie möglich auf Papier zu entwerfen, es hilft einfach - gerade monochrom - ein Gefühl für Hierarchie und Gewichtung der einzelnen Elemente zu bekommen.

    Da meine zeichnerischen Fähigkeiten allerdings deutlich begrenzt sind und meistens nicht dazu ausreichen zwei Linien zu malen wechsle ich immer schnell zur HTML-Darstellung und schraube am CSS – Photoshop ist schließlich auch nicht mein Ding.

  2. Alexander Hahn said,

    Februar 7, 2008 @ 18:57

    Danke für die netten Worte Eric, kann ich auch gut nachvollziehen.

    Ich kenne das selbst nur zu gut, nach den wichtigsten Grafiken erstelle ich Sachen wie Kommentarfelder und sonstiges meist auch direkt im CSS und layoute sie nicht vorher in Photoshop.

  3. Alexander Hahn said,

    April 2, 2008 @ 10:52

    Ich muss die Kommentare hier leider vorerst abschalten, heute kam eine zu heftige Spam-Attacke bei diesem Beitrag an. sorry

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